First Aid 4 Souls – Brutpop review im „Der Medienkonverter“



Review von Frank. W

Erste Hilfe für Seelen versprechen First Aid 4 Soul aus Ungarn. Nicht unbedingt Newcomer zu nennen, obwohl die Band an sich noch nicht ganz so lange aktiv ist. Das Underground Label Electro Arc nahm diese unter seine Fittiche, da man dort vom Potential überzeugt ist und den Stilmix der Band anpreist. So auch bei uns im allgemeinen Forum. Frage ist nun, sind die versprochenen Stile wirklich vorhanden und auch effektiv im Sound der Osteuropäer verarbeitet worden ? Genau das und auch die nicht ganz nebensächliche Frage „Macht die Musik denn Spaß?“ wird im folgenden Text angesprochen.

Nunja, so eng sollte man das alles nicht sehen. Wen interesiert schon wirklich ob da nun „true“ Powerelectronics oder der „wirkliche“ Industrial zum Einsatz kommt ? Viel wichtiger ist doch, dass die Kompositionen mitreissen, der Gesangespart zur Musik passt (was in meinen Ohren oft ein Manko im elektronischen Bereich ist!) und dass die Scheibe nicht totlangweilig ist. Letzteres kann verneint werden, denn hier bediente man sich tatsächlich an recht vielen Zutaten. Electro, Techno, EBM, Trance, Ambient…und ja auch Pop. True Industrial Freaks wird das kaum ansprechen – womit auch die Eingangsfrage und die Forenkontroverse beantwortet wäre. Einerseits sind auf „Brutpop“ überwiegend eher recht eingängige Stücke zu finden, die noch dazu oft von (fähigen) Gastsängerinnen begleitet werden. Andererseits ist aber auch EBM/Electro zu hören, der ein wenig an die amerikanische Schule ala Mentallo & The Fixer (wenn auch lange nicht so komplex), sowie Velvet Acid Christ aus der Mittelphase errinnert. Keine schlechten Referenzen fürwahr. Insbesondere der männliche Part am Micro errinnert hier an oben genannte und ähnliche Bands, wenn er denn Effekte nutzt. Einzelne Track herauszugreifen und einzeln zu besprechen würde den Rahmen sprengen, aber schon beim ersten Hören fand ich mindestens 4-5 Lieder, welche als obligatorische Anspieltipps dienen könnten. Hier sei grade nochmal auf die Vielfalt im Vocal Bereich hingewiesen, bei „The Unborn Child“ vermeint man z.B. 242 Jean-Luc De Meyer zu hören, während bei „Robochan“ eine Geisha durch den Vocoder gejagt wurde…

Selten hört man im Electro Bereich ein Album, das so viele unterschiedliche Stile vereinte. Wer dann noch dem doch erheblichen Techno, Trance und teils sogar leichtem Goa Einschlag nicht abgeneigt ist, wird seine wahre Freude an dem Album haben. So wie ich.

Quelle: Der Medienkonverter
http://www.medienkonverter.de/kritik.php4?id=3855

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