Musikreview : FIRST AID 4 SOULS – Brutpop

Elektronische Musik mit Seele war das Ziel, das derdamalige VACUUM-Musiker István Gazdag vor Augen hatte. Ursprünglich in der Industrial-Szene Ungarns verwurzelt, überrascht der gute Mann zusammen mit zahlreichen Mitmusikern mit einer Scheibe, die das anvisierte Ziel nicht nur erreicht, sondern locker über dieses Ziel hinaus schießt.

Zwar ist der Grundpfeiler so gut wie immer eine technoide Legierung aus EBM, Industrial, Electro und Psytrance, doch viele experimentelle Ausläufer gen Rock, Goa, Folk, Wave, Soul und Pop lassen das über einstündige, hypnotische Werk zu einer faszinierenden Entdeckungsreise werden, auf der man selbst nach mehreren Durchläufen noch immer Neues entdeckt. Keines der dreizehn Stücke ähnelt dem anderen, und die intelligente, kreative, detailreiche und verspielte Musik wird von zahlreichen, sehr unterschiedlichen Stimmen mehr als gekonnt veredelt – und ja, dieses Album hat Seele ohne Ende. Mehr Seele als so mancher „handgemachter“ Tonträger.

Brutpop“ ist ein schlagkräftiges Argument gegen die Vorurteile gegenüber elektronischer Musik – doch es darf bezweifelt werden, dass diese ganzen verbohrten Leute ihre Ignoranz ablegen. Lassen wir also diese Menschen mal in ihrem Irrglauben und genießen derweil FIRST AID 4 SOULS‚ mutige, brillante Tonkunst ohne diese Starrköpfe.  Selbst schuld! (Chris)

Geschrieben von Avenger am 23.11.2009
Quelle: http://www.smalltowncriminals.de/newsfl/content/modules/news/article.php?storyid=5824

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