Red Industrie – Switch * Review at Fahrplan Schwarz

Das in Mexiko ansässige Liebespaar RED INDUSTRIE hat sich nun auch musikalisch zusammengetan und offeriert uns mit „Switch“ ihr zweites Album. Darauf gibt es neben sieben eigenverantwortlichen Tracks auch noch zwei nebst Gastmusiker ( Psyche, Sara Noxx) und fünf Remixe.

Der Sound auf „Switch“ klingt frisch und anders und stellt mal komplett etwas anderes dar, als man derzeit mit Veröffentlichungen so einiger anderer Bands berauscht wird. Hier ist es nicht einfach nur elektrisch, technoid auf dass es aus den Boxen knallt bis der Notarzt kommt, hier wird auch mal über den Tellerrand gesprungen und es werden Abstecher in die Richtung House und Ambient gemacht. Die nötige Portion Melancholie und Sexiness ist auch dabei. Dabei sorgen die beiden RED INDUSTRIEllen mit ihren sexy gehauchten bzw. geflüsterten Stimmen. Und auch PSYCHE („My Victory“) und Sara Noxx („Your Wish is my Command“) mischen sich diesem erotischen Gefasel bei. Songs wie das locker, fluffige „Domination“ , das rhythmisch melodische „Flesh and Blood“, das eingängige „Going Round 2010“ oder auch das fetzige „Switch“ dürften trotz nicht-knallenden und nicht wummernden Beatz im Club gut funktionieren, kommen diese doch recht tanzbar daher. Auch „Artificial Part II“ und „Anti-Cultura“ lassen Stimmung aufkommen, bieten diese auch wieder richtig nette Ideen und Ansätze. Allerdings bringt die Scheibe leider auch das eine oder andere Manko mit sich und somit ist für Punkteabzug gesorgt. So zum Beispiel die Vielfalt der Vocals. Leider wird zu viel gesprochen und zu wenig bis gar nicht gesungen… Da hätte man ruhig ein bisschen mehr Kreativität einbringen können.
Die Remixe lassen auch etwas zu wünschen übrig. Nicht alle! Der Darkmen Mix und auch der … Mix wissen zu gefallen und auch Angsfabrikk haben ihre Arbeit gut vollbracht. Von meinen sonst so hoch gelobten Autodafeh jedoch bin ich ein wenig enttäuscht, ist der Remix doch eher zum Gähnen. Ebenso eintönig klingt für mich der Dr Benway Mix und irgendwie werde ich auch mit dem Strange Connection Remix nicht warm. Irgendwie alles schon mal gehört und nichts Neues. Schade!

Unterm Strich ist das Album in meinen Lauschern leider nur mittelmäßig. Da sollten RED INDUSTRIE also mal noch ein wenig an den Gesangslinien arbeiten und das nächste Mal die Remixe einfach weglassen. Die Ideen sind wie erwähnt super und der Sound macht Spaß. Nur auf die Dauer stellt sich eben eine gewisse Langatmigkeit ein. Dennoch bietet „Switch“ die eine und auch andere Perle, so dass ich doch des Öfteren mal das Album einlege und guten Gewissens einige Songs anSWITCHen werde.

S. G.
6 von 10 Punkten

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Eine Antwort to “Red Industrie – Switch * Review at Fahrplan Schwarz”

  1. Fahrplan-Schwarz Says:

    RED INDUSTRIE – Switch…

    Das in Mexiko ansässige Liebespaar RED INDUSTRIE hat sich nun auch musikalisch zusammengetan und offeriert uns mit „Switch“ ihr zweites Album. Darauf gibt es neben sieben eigenverantwortlichen Tracks auch noch zwei nebst Gastmusiker ( Psyche, Sara Noxx…

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